{"id":1542,"date":"2025-11-25T11:48:43","date_gmt":"2025-11-25T10:48:43","guid":{"rendered":"https:\/\/fabelf.de\/gta-portal\/?page_id=1542"},"modified":"2026-01-07T10:25:10","modified_gmt":"2026-01-07T09:25:10","slug":"geschichte-von-fabelf","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/fabelf.de\/gta-portal\/ueber-fabelf\/geschichte-von-fabelf\/","title":{"rendered":"Geschichte von FABelF"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><em>Dieser Artikel zeigt auf, wie das internetbasierte Programm FABelF entstanden ist und sich weiterentwickelt hat: vom Arbeitsinstrument f\u00fcr kommunale Schultr\u00e4ger \u00fcber ein praktisches Werkzeug f\u00fcr Schulen bis hin zu einem vernetzten, sachsenweit nutzbaren Hilfsmittel<\/em><\/strong><em>.&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>1. <strong><u>Die Entstehung von FABelF<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Entstehung von FABelF geht bis in das Jahr 2008 zur\u00fcck, als das Schulverwaltungsamt Dresden (das heutige Amt f\u00fcr Schulen), das gemeinn\u00fctzige Unternehmen der QAD mbH beauftragte, zu hinterfragen, welche Hemmnisse und Probleme es f\u00fcr die Schulen gibt, Ganztagsangebote (GTA) durchzuf\u00fchren. Schulen k\u00f6nnen solche Angebote nicht in Eigenregie umsetzen, sondern m\u00fcssen sie entweder \u00fcber den kommunalen Schultr\u00e4ger \u2013 in Dresden damals das Schulverwaltungsamt \u2013 oder \u00fcber den jeweiligen F\u00f6rderverein beantragen und abrechnen. Trotz zahlreicher \u00c4nderungen in den Verordnungen der letzten Jahre gilt diese Regelung im Grundsatz bis heute.<br><br>Die Ausgangslage im Schuljahr 2008\/09 gestaltete sich wie folgt;die Beantragung von F\u00f6rdermitteln f\u00fcr Ganztagsangebote stellte einen aufwendigen und zeitintensiven Prozess f\u00fcr die Verantwortlichen bei Schulen und kommunalen Schultr\u00e4gern dar. Schulen mussten nicht nur ausf\u00fchrliche textliche Analysen erstellen \u2013 etwa zum Sozialraum der Schule oder zur Evaluation bereits durchgef\u00fchrter Ma\u00dfnahmen \u2013, sondern auch jeden Kurs detailliert im Voraus planen und mit einem Kostenrahmen hinterlegen. Die Finanzierung basierte auf einer komplexen Rechenformel, die unverg\u00fctete Eigenleistungen der Schulen voraussetzte.<br>Schon bei der Berechnung der Eigenleistungen und der daraus resultierenden F\u00f6rdersumme kam es h\u00e4ufig zu Fehlern in den Antr\u00e4gen. Die Schulverwaltung war daher gezwungen, die Berechnungen nachzuvollziehen und zu korrigieren. Nach Bewilligung der Mittel und Beginn des Schuljahres musste jede Umwidmung der ausgezahlten Gelder \u2013 sei es durch ge\u00e4nderte Angebote oder unerwartete Sachausgaben \u2013 zwischen Schule und Schultr\u00e4ger abgestimmt werden. Nur so konnte sichergestellt werden, dass beide Seiten stets \u00fcber den aktuellen Stand der durchgef\u00fchrten und noch ausstehenden Angebote informiert waren.<br>Da alle Rechnungen, Honorarvertr\u00e4ge und Planungs\u00e4nderungen schriftlich erstellt und per Schulpost versendet wurden, war die Kommunikation zwischen Schulen und Schultr\u00e4ger nicht nur extrem zeitaufwendig, sondern auch fehleranf\u00e4llig. Diese Herausforderungen versch\u00e4rften sich zus\u00e4tzlich durch die stetig wachsende Zahl der Schulen, die ihre Antr\u00e4ge und Abrechnungen \u00fcber die Schulverwaltung abwickelten.<br><br>Die L\u00f6sung f\u00fcr diese Herausforderungen bestand in der Entwicklung einer webbasierten Software, die folgende Anforderungen erf\u00fcllen sollte:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Echtzeit-Zugriff und -Bearbeitung:<\/strong> Schulen und Schultr\u00e4ger k\u00f6nnen den aktuellen Stand der Ganztagsangebote gleichzeitig einsehen und gemeinsam bearbeiten.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Flexibilit\u00e4t f\u00fcr Nutzer:<\/strong> Dank internetbasierter Kommunikation und individueller Zugriffsrechte k\u00f6nnen mehrere Beteiligte gleichzeitig in definierten Funktionsbereichen arbeiten \u2013 unabh\u00e4ngig von Ort oder Benutzerrolle.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Vereinfachte und standardisierte Kommunikation:<\/strong> Ein einheitliches System ersetzt verschiedene, lokal gespeicherte Tabellenkalkulationen und schafft so klare, verbindliche Abl\u00e4ufe.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Aktualit\u00e4t der gesetzlichen Vorgaben:<\/strong> \u00c4nderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen lassen sich direkt in der Software umsetzen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Fehlerminimierung:<\/strong> Rechnerische Fehler \u2013 wie Budget\u00fcberschreitungen oder falsche Berechnungen der Eigenarbeitsleistungen \u2013 werden vermieden.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Standardisierung und Kontrolle:<\/strong> Kommunale Honorarvertr\u00e4ge und weitere Regelungen f\u00fcr die Akteure der Ganztagsangebote werden vereinheitlicht.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Aus diesen Vorgaben entstand in einer Projektgruppe bei der QAD mbH, das Programm FABelF, dessen Name sich aus seinen Hauptfunktionen bildete: FABelF = <strong><u>F<\/u><\/strong>\u00f6rderantrag und <strong><u>Ab<\/u><\/strong>rechnungsprogramm in <strong><u>el<\/u><\/strong>ektronischer <strong><u>F<\/u><\/strong>orm. Seit dem Schuljahr 2009\/2010 wurde es f\u00fcr alle Dresdner Schulen eingef\u00fchrt.<br>Nach der erfolgreichen Einf\u00fchrung von FABelF an allen Dresdner Schulen konnte 2011 die Stadt Leipzig als weiterer Partner gewonnen werden. Ab dem Schuljahr 2011\/12 kam die Software dort ebenfalls zum Einsatz.<br>Parallel dazu wurde die QAD mbH liquidiert. Aus dem urspr\u00fcnglichen Projektteam, das FABelF entwickelt hatte, entstand das Start-up froeh.net, das die Weiterentwicklung und Betreuung des Programms \u00fcbernahm.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. <u>FABelF als Unterst\u00fctzungswerkzeug f\u00fcr Schulen<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>FABelF<\/strong> wurde urspr\u00fcnglich auf Initiative kommunaler Schultr\u00e4ger entwickelt, die eine bessere \u00dcbersicht und Organisation der von ihnen verantworteten Ganztagsangebote (GTA) ben\u00f6tigten. Zun\u00e4chst diente das Programm also vor allem als beh\u00f6rdeninternes Werkzeug.<\/p>\n\n\n\n<p>FABelF entstand auf Initiative kommunaler Schultr\u00e4ger, die ein effizientes Werkzeug f\u00fcr die Verwaltung und \u00dcbersicht ihrer Ganztagsangebote (GTA) suchten. Urspr\u00fcnglich als Instrument der Beh\u00f6rden konzipiert, welches die Anforderungen sachlich korrekter Beantragung und Abrechnung der GTAs aus kommunaler Sicht gew\u00e4hrleisten musste. Auf der anderen Seite der Benutzergruppe lagen die GTA-Koordinationen an den Schulen, die FABelF jedoch regelm\u00e4\u00dfig nutzten \u2013 etwa zur Planung inhaltlicher und finanzieller Aspekte oder zur Rechnungserfassung. Die n\u00e4chste Entwicklungsstufe des Programms war es, FABelF f\u00fcr diese Nutzenden weiterzuentwickeln. Das Ziel: ein umfassendes Tool, das nicht nur die finanzielle Verwaltung abdeckt, sondern Schulen auch bei der Konzeption und Umsetzung von Ganztagsangeboten unterst\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Erweiterung von FABelF erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Schulen, vor allem mit der 56. Oberschule in Leipzig. Gemeinsam wurden Ideen und Vorlagen gesammelt und in das Programm integriert. So entstanden zahlreiche neue Funktionen, die weit \u00fcber die reine Finanzverwaltung hinausgingen: Schulen konnten nun ihre Angebote f\u00fcr Eltern und Sch\u00fcler transparent darstellen, Teilnehmerlisten erstellen, die Arbeit von Honorarkr\u00e4ften dokumentieren, die G\u00fcltigkeit von F\u00fchrungszeugnissen \u00fcberwachen und sogar \u00fcber GTA erworbene Gegenst\u00e4nde inventarisieren.<br><br>Die Nachfrage nach Unterst\u00fctzung und Vereinfachung bei der Bew\u00e4ltigung der verwaltungstechnischen Aufgaben des Ganztags blieb in den folgenden Jahren h\u00f6rbar. Es entstand die Idee FABelF auch Schulen au\u00dferhalb von Leipzig und Dresden zug\u00e4nglich zu machen. Ein landesweiter Server in Sachsen wurde eingerichtet. Dieser richtete sich insbesondere an Schulen, die ihre Ganztagsangebote nicht \u00fcber kommunale Schultr\u00e4ger abwickelten, sondern FABelF eigenst\u00e4ndig als Organisationshilfe nutzen wollten.<br>Die Finanzierung des Servers erfolgte durch ein zweistufiges Modell: Schulen konnten eine <strong>kostenfreie Basisversion<\/strong> nutzen, die die finanzielle Abwicklung der GTA abdeckte. Wer dar\u00fcber hinaus alle unterst\u00fctzenden Funktionen ben\u00f6tigte, konnte eine <strong>kostenpflichtige Vollversion<\/strong> freischalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.<\/strong> <strong><u>FABelF in der heutigen Ganztagslandschaft \u2013 mehr als nur eine Verwaltungssoftware<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>FABelF etablierte sich damit als die digitale L\u00f6sung bei der Bew\u00e4ltigung von verwaltungstechnischen Aufgaben f\u00fcr s\u00e4chsische Schulen. Die weitere Geschichte von FABelF wurde getragen von zwei Zielrichtungen, dem Ausbau des Programms, um auf neue Herausforderungen zu antworten und der Erweiterung f\u00fcr neue Gruppen von Nutzenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die durch die Ausbreitung des Coronavirus zu Beginn dieses Jahrzehnts ausgel\u00f6ste Krise stellte alle Akteure im Bereich der Ganztagsangebote vor gro\u00dfe Herausforderungen. Als Reaktion darauf wurde FABelF weiterentwickelt \u2013 unter anderem durch die Integration des zus\u00e4tzlichen F\u00f6rderprogramms \u201eAufholen nach Corona\u201c, das speziell f\u00fcr diese au\u00dfergew\u00f6hnliche Situation geschaffen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben den reinen Belangen der verwaltungstechnischen Organisation von GTA richtete sich der Blick der Programmmacher in den letzten Jahren verst\u00e4rkt auf die Belange des Ganztages in der s\u00e4chsischen Bildungslandschaft. Ver\u00f6ffentlichungen in Fachzeitschriften und Pr\u00e4sentationen bei Tagungen sollten Betonen, das guter Ganztag, immer auch gelingende GTA-Verwaltung bedeutet. FABelF wurde Mitglied des Ganztagsschulverbandes und diese Zusammenarbeit seit 2023 durch die Mitarbeit im Vorstand des s\u00e4chsischen Landesverbandes noch intensiviert.<br>Information zu wichtigen Ereignissen, aber auch die schnelle \u00dcbersicht \u00fcber Programm Hilfen und News f\u00fchrte zur Etablierung des <a href=\"https:\/\/fabelf.de\/gta-portal\/\">FABelF GTA-Portals<\/a>. Diese Internetpr\u00e4senz vereint alle Informationen rund um FABelF und versucht noch weiterf\u00fchrende Texte f\u00fcr die GTA-Koordination anzubieten, um das Anliegen eines gelingenden Ganztags zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen weiteren Baustein bei der Verbesserung der Zielsetzung mit FABelF die die Qualit\u00e4t des Ganztags an Schulen zu verbessern, liefert die FABelF-GTA-Statistik. Sie bietet eine klare und strukturierte Datengrundlage, die es Schulen und kommunalen Schultr\u00e4gern erm\u00f6glicht, eigenst\u00e4ndig einen \u00dcberblick \u00fcber ihre jeweilige Bildungslandschaft zu gewinnen.<br>Schulen erhalten damit nicht nur eine neue \u00dcbersicht zur Verteilung von Inhalten und Kosten in ihrer Einrichtung, sondern k\u00f6nnen ihre Angebote gezielt analysieren. Kommunale Schultr\u00e4ger wiederum nutzen die Daten, um Entwicklungen und Dynamiken in ihrem Zust\u00e4ndigkeitsbereich zu erkennen und f\u00fcr eigene Bildungsauswertungen heranzuziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>In den letzten Schuljahren haben auch zunehmend neue kommunale Schultr\u00e4ger die M\u00f6glichkeiten von FABelF f\u00fcr die Verwaltung ihrer Ganztagsangebote entdeckt. Seit dem Schuljahr 2024\/25 setzt die Stadt Hoyerswerda auf FABelF. Im aktuellen Schuljahr 2025\/26 folgten die St\u00e4dte Auerbach und Schkeuditz, die das Programm ebenfalls f\u00fcr die Organisation der Ganztagsangebote an ihren st\u00e4dtischen Schulen eingef\u00fchrt haben. FABelF hat heute 235 s\u00e4chsische Schulen, die aktiv FABelF im Schulalltag nutzen, um die Organisation und die Verwaltung des Ganztages zu meistern. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>FABelF ist in seiner Geschichte so nicht nur ein Werkzeug geworden, um Ganztagsangebote zu organisieren, abzurechnen und zu bearbeiten, sondern auch ein Marktplatz der Ideen und des Treffens der Beteiligten an der Erschaffung qualitativ hochwertiger Ganztagsangebote. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>FABelF hat sich im Laufe seiner Entwicklung nicht nur zu einem praktischen Werkzeug f\u00fcr die Organisation, Abrechnung und Bearbeitung von Ganztagsangeboten etabliert. Es versucht heute auch als Plattform des Austausches zu dienen und seinen Beitrag zu leisten, um an der Gestaltung hochwertiger Ganztagsangebote in Sachsen mitzuwirken.<br><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Artikel zeigt auf, wie das internetbasierte Programm FABelF entstanden ist und sich weiterentwickelt hat: vom Arbeitsinstrument f\u00fcr kommunale Schultr\u00e4ger \u00fcber ein praktisches Werkzeug f\u00fcr Schulen bis hin zu einem vernetzten, sachsenweit nutzbaren Hilfsmittel.&nbsp; 1. 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